39040 Afers

gegründet 1919

 

 

Aus der Chronik der Musikkapelle Afers

    Im Jahre 1918 fasste Herr Vigil Gostner den Entschluss, in Afers eine Musikkapelle zu gründen. Der Spenglermeister aus St. Andrä war gebürtiger Aferer und hatte bestimmt seine Müh` und Not den bereitwilligen Burschen und Männern das Spielen eines Instrumentes beizubringen, da zu diesem Zeitpunkt außer ihm selbst und dem Organisten Josef Clara keiner das Notenlesen beherrschte.

 

1919 Mit großem Einsatz und viel Eifer gelang es Vigil Gostner mit einer 12-Mann-Kapelle bereits am 19. März 1919 zum Namenstag des Pfarrers Josef Clara Frena das erste Mal ausrücken. Es wurde der erst eingelernte „Zahner Marsch“ gespielt.

Die Kapelle aus bestand aus dem Mitgliedern: Vigil Gostner (Kapellmeister), Josef Clara, Anton Gostner, Peter Jocher, Alfons Gostner, Heinrich Frontull, Benedikt Pernthaler, Andreas Pernthaler, Engelbert Gostner, Ignaz Gostner, Franz Prader, Gottfried Piok, und Josef Prader. Bereits am Fronleichnamstag desselben Jahres zählte die Kapelle 15 Mann und hatte weitere Stücke eingelernt, und zwar den „Habt Acht Marsch“, „Walzer vergnügt“ und „Treu zur Seite“.

1921      Aus der Pfarrchronik geht hervor, dass am 2. November 1921 die Musikkapelle am Kriegerdenkmal einen Trauermarsch gespielt hat. Laut Volkszählung im Dezember 1921 waren in Afers nur 444 Personen ansässig, und trotzdem wuchs die Mitgliederzahl der Kapelle langsam, aber stetig an, so dass die Kapelle schon 1922 18 Mitglieder und einen Stabführer aufzuweisen hatte.

1922     

 

1924      Am 2. Juli (ein Werktag) feierte Hochw. Pfarrer Josef Clara Frena sein 25jähriges Priesterjubiläum. Am Vorabend brachte die Musikkapelle dem Pfarrer ein Ständchen, as von einem Feuerwerk begleitet wurde.

Am 16. November 1924 gab die Musikkapelle anlässlich der Einweihung der Kirchenglocken beim Empfang des Fürstbischofs Dr. Johannes Raffl ein Ständchen.

1926      1926 übernahm Franz Prader (Oberplanatscher) für ein Jahr die Kapellmeisterstelle und wurde dann wieder von Vigil Gostner abgelöst, der sie bis zum 2. Weltkrieg leitete.

1928      Nach dem Sterbegottesdienst für Pfarrer Josef Frena spielte die Musikkapelle

am 17. Februar 1928 einen Trauermarsch.

1930      1930 nahm die Musikkapelle (in Schützentracht) zum ersten Mal beim

              Trachtenfest in Meran teil und erreichte einen 1. Platz.

1932      Auch 1932 konnte die Musikkapelle denselben, für damals erstaunlichen

              Erfolg erzielen.

1937      Albert Clara war Kapellmeister von 1937 bis 1938. Wie so vielerorts, verringerte sich in den Kriegsjahren auch in Afers die musikalische Tätigkeit, und wieder war es Vigil Gostner, der nach dem Krieg mit neuem Einsatz die Arbeit mit und an der Kapelle begann.

1948      Er leitete die Kapelle bis 1948 und wurde dann vom damaligen Lehrer in Afers, Engelbert Sader, als Kapellmeister abgelöst.

Im Jahre 1948 wurde der „Verband Südtiroler Musikkapellen“ gegründet, dem sich auch die Musikkapelle Afers gleich angeschlossen hat.

1952      Engelbert Sader führte den Dirigentenstab bis 1952, und an seine Stelle trat dann Gottfried Piok, der bis zum Jahre 1956 als Kapellmeister fungierte.

1956      Von 1956 bis 1959 leitet Gottfried Mantinger die Musikkapelle.

1959      1959 konnte der Lehrer Hans aus St. Andrä als Kapellmeister gewonnen werden. Durch sein Bemühen und seine aufopfernde        Tätigkeit konnte in seinen Kapellmeisterjahren die Musikkapelle einige wesentliche Änderungen erfahren. Es wurden neue Mappen,   Marschbücher und neue Noten angeschafft. Hans Jocher war auch die treibende Kraft dafür, 

1961      daß im Jahre 1961 eine neue Tracht angeschafft werden konnte,

welche wir noch  heute ohne wesentliche Abänderungen tragen.

1963      Von 1963 an wurde die Musikkapelle abwechselnd von Gottfried Mantinger und Gottfried Piok als Kapellmeister geleitet. Erst ab dem Jahr 1963 wurde regelmäßig über die Tätigkeit, über die Ausgaben bzw. Einnahmen der Musikkapelle Buch geführt: Diese Neuerung verdankt die Kapelle Hans Prader (Bacher), der damals zum Schriftführer ernannt wurde. Weil nun diesem Jahre ab die Musikkapelle über verlässliche und genaue Aufzeichnungen und Angaben über ihre umfangreiche Tätigkeit verfügt, könnte nun die Kapelle, aber auch für das Dorfleben die wichtigsten und bedeutendsten Ereignisse in Kurzfassung festgehalten werden.

1964      Teilnahme der Musikkapelle am Bezirksfest in Brixen.  

Einweihung der Seilbahn mit anschließendem Standkonzert in Kreuztal.

1965      Die Kapelle spielte zum ersten Mal bei einem Wiesenfest in St. Andrä. Der Schriftführer Hans Prader (Bacher) wurde zum Obmann gewählt und löste seinen Vater Florian Prader (Bacher) ab, der 18 Jahre den Obmannposten ausübte.

1966      Mit drei abgeschlossenen Kapellmeisterkursen wurde Hans Prader (Bacher) zum Kapellmeister gewählt. Den Obmannposten übernahm Franz Prader (Talblick).

Am 1. März feierlicher Einzug mit Seiner Ext. Bischof Josef Gargitter.

Teilnahme beim Festumzug in Brixen am 7. August.

1967      Teilnahme am Bezirksmusikfest in Feldthurns und zum ersten Mal an einer Marschmusikbewertung, wobei die Kapelle mit einem 1. Rang ausgezeichnet wurde.

Einweihung des neuen Pfarrheimes in Afers mit musikalischer Umrahmung durch unsere Kapelle.

1968      Am 23. April wurden die neu angekauften Instrumente vom Ortspfarrer gesegnet. Das Probelokal im alten Schulhaus wurde eingerichtet.

Die Kapelle machte die erste Auslandsfahrt nach Neumarkt-St. Veit (D).

1969      Das Jahr 1969 stand ganz im Zeichen des 50jährigen Bestandsjubiläums der Musikkapelle, in dem auch das 1. Wiesenfest in Afers organisiert wurde. Neben den Zahlreichen Ehrengästen waren auch Gründungsmitglieder und alle Mitglieder eingeladen, die wenigstens 15 Jahre der Musikkapelle gedient haben. Nach dem Empfang des Gründers Vigil Gostner und dem Einzug der Kapelle zelebrierte Hochw. Pfarrer Alois Niederwieser eine Feldmesse, die von der Kapelle umrahmt wurde. Nach dem Gottesdienst wurde in den Grußworten der Ehrengäste die harmonische Zusammenarbeit der Kapelle zum Ausdruck gebracht; besonders wurden die Verdienste Vigil Gostners, des Gründers unserer Kapelle gewürdigt, ihm wurde das Verdienstehrenzeichen in Gold überreicht. Florian Prader erhielt das Verbandsverdienstzeichen in Gold für seine langjährige Tätigkeit als Obmann, Franz Mair wurde das Verbandsehrenzeichen in Gold für 40-jährige Tätigkeit überreicht; Franz Prader, Jakob Obexer und Peter Ritsch dagegen erhielten das Verbandsehrenzeichen in Silber für ihre 25jährige Mitgliedschaft.

1970      Am 20. September spielte die Musikkapelle bei der Einweihung eines Stalles auf der Hinteralm. Teilnahme mit der Schützenkompanie beim Landesschützenfest in Meran. Einige Aushilfen aus Nachbarskapellen mussten die Konzerttätigkeit unterstützen. Der Nachwuchsmangel machte sich bemerkbar.

1971      Bei der Beerdigung des Gründers Vigil Gostner spielte die Musikkapelle.

1972      Die Musikkapelle zählte 20 Mann.

              Der Kapellmeister Hans Prader wurde zum Stellvertreter des Bezirkskapellmeisters von Brixen gewählt.

1973      Die Kapelle nahm an der Beerdigung der Lehrerin Agnes Clara teil, die viele Jahre in Afers unterrichtet hat.

              Teilnahme im Marschblock „Afers – Lüsen – Teis“ bei der 25. Jahrfeier des VSM am 20. Mai 1973 in Bozen.

              Die Kapelle setzte den Schwerpunkt auf die Jugendarbeit; für die Jungmusikanten wurden ca. 80 Proben gemacht.

              In diesem Jahr wurde auch zum ersten Mal das „Neujahrwünschen“ durchgeführt.

1974      Albin Prader (Sader) wurde zum Obmann gewählt, nachdem Franz Prader (Talblick) acht Jahr lang dieses Amt innehatte. Zu Schriftführer und Kassier wurde Albert Prader (Bacher) gewählt.

              Bei der Cäcilienfeier wurden sieben Musikanten für ihre 15jährige Tätigkeit mit dem Verbandsehrenzeichen in Bronze ausgezeichnet; Gottfried Gamper, Alois Mantinger, Josef Nitz, Hans Prader, Franz Prader, Paul Prader (Bacher) und Albin Prader.

1975      Empfang einer Exz. Bischof Josef Gargitter am Ostermontag, anlässlich der Firmung in Afers.

              Das Verbandsehrenzeichen in Silber erhielt Gottfried Mantinger für 25jährige Tätigkeit.

1976      Das Verdienstehrenzeichen in Silber für 10 Jahre Kapellmeister erhielt Hans Prader (Bacher).

              Die Kapelle spielte bei der Beerdigung des früheren Kapellmeisters Gottfried Piok (Briefträger).

              1976 wurde Brigitte Mantinger als erstes Mädchen in die Kapelle aufgenommen, die durch vorbildhaftes Anlernen von Jungmusikanten große Verdienste für die Kapelle erworben hat.

1977      Einzug und Standkonzert bei der Bezirkstagung der Feuerwehr Afers am 22. Mai.

              Für 15jährige Tätigkeit erhielten Albert Prader (Bacher), Hans Mair (Außersäge) und Hans Prünster (Oberplanatsch) das Verbandsehrenzeichen in Bronze.

1979      Otto Ritsch wurde zum neuen Obmann gewählt.

              Unsere Kapelle veranstaltete das Bezirkspreiswatten in Afers.

              Die ersten vier Jungmusikanten machten das JMLA (Jungmusikerleistungsabzeichen) in Bronze.

              Anschaffung einheitlicher Ranzen.

1980      Umzug beim Landesmusikfest in Meran.

              Das Verbandsehrenzeichen erhielt Alois Mantinger für 25jährige Tätigkeit.

1981      Bei der Beerdigung des Gründungsmitglied Ignaz Gostner (Putz Natz) rückte die Musikkapelle aus.

1982      Am 11. Juni fuhr die Kapelle zum Schützfest nach Nordborchen (D).

              Für 25jährige Tätigkeit erhielten Franz Prader (Talblick) und Paul Prader (Bacher) das Verbandsehrenzeichen in Silber.

1983      Das Verbandsehrenzeichen in Bronze erhielt Max Satzinger (Steinhaus) für 15jährige Tätigkeit in der Kapelle.

1984      Anlässlich der Einweihung des neuen Schulhauses gab die Musikkapelle ein Konzert.

              Am 8. Juli nahm unsere Kapelle am Bezirksmusikfest in Kematen (Österreich) teil.

              Am 14. und 20. Juli wirkte die Musikkapelle beim Theaterstück „Peter Mayr“ in Brixen mit.

              Im August fuhr die Kapelle zum Sommernachtsfest nach Giesenkirchen (D). Am 7. Oktober konzertierten in Afers die Gastkapelle aus Kematen (Österreich) und der Bläserchor aus Nordborchen (D)

              Das Verbandsehrenzeichen in Silber erhielten Hans Prader (Bacher) und Albin Prader (Bacher) für ihre 25jährige Tätigkeit und in Bronze erhielt Otto Ritsch das Verbandsehrenzeichen für 15jährige Tätigkeit.

1985      Am 26. Mai gab die Musikkapelle auf dem Schulplatz ihr erstes Frühjahrskonzert.

              Am 25. August beteiligte sich die Musikkapelle beim Schützenfest in Brixen und gab anschließend ein Konzert.

              Das Verbandsverdienstzeichen in Gold für 20 Jahre Kapellmeistertätigkeit erhielt Hans Prader (Bacher).

1986      Am 24. Mai Teilnahme am Bezirksfest in Klausen.

              Am 15.Juni Umzug beim Bezirksschützenfest in Brixen.

              Am 22. Juni feierte Hochw. Pfarrer Alois Niederwieser sei 25jähriges Priesterjubiläum, das die Musikkapelle musikalisch umrahmte. Am 30. August Teilnahme an der Lichterprozession in Brixen anlässlich der bevorstehenden Bischofsweihe. Das Verbandsehrenzeichen  Silber für 25jährige Tätigkeit in der Kapelle erhielten Albert Prader (Bacher) und Johann Mair (Außersäge).

1987      Erstes Almfest der Musikkapelle am 23.August bei der Edelweißhütte. Musikalische Umrahmung der Einstandsfeier vom Pfarrer Franz Delazer am 5. September.

1988      Am 9. April: Musikalische Umrahmung bei der Einweihung der neuen Ploseseilbahn.

              Teilnahme am Bezirksmusikfest in Feldthurns am 19. Juni.

1989      Unser Kapellmeiser Hans Prader wurde zum Bezirkskapellmeisterstellvertreter von Brixen gewählt.

              Otto Ritsch erhielt das Verbandsverdienstzeichen in Silber für 10 Jahre Obmann- und Albert Prader (Bacher) für 15 Jahre Kassiertätigkeit.

              Verbandsehrenzeichen erhielten: in Gold -Gottfried Mantinger; in Silber – Josef Prader; in Bronze – Klaus Prader; Karl Prader und Paul Prader (Feichter).

1990      Am 10. Februar spielte die Musikkapelle bei der Beerdigung des Pfarres Franz Delazer.

              Am 9. September feierte Rudolf Grieser in Afers seinen Einstand, wobei sich die Musikkapelle beteiligte.

              Für 15jährige Tätigkeit in der Kapelle erhielt Hubert Prader das Verbandsehrenzeichen in Bronze.

1991      In diesem Jahr wurde das neue Probelokal eingerichtet.

1992      Kapellmeisterstellvertreter Albin Bacher übernahm zusätzlich den Obmannposten.

              Die Kapelle spielte beim Bischofsbesuch am 16. Februar.

              Am 14. Juni Uraufführung der Kreuzwegstationen nach Freienbühel mit Bläsergruppen der Musikkapelle Afers und St. Andrä .

              Am 6. September umrahmte die Kapelle die Einstandsfeier des Pfarrer Alfons Clara.

              Am 18. Oktober konnten das fertig gestellte Vereinshaus und das Musikpavillon eingeweiht werden.

1993      Am 11. Dezember spielte die Kapelle in Mantua, anlässlich der Christbaumüberreichung von der Gemeinde Brixen.

 

 

<Auswahl Chronik>